Natascha Wodin liest aus „Irgendwo in diesem Dunkel“

 

Natascha Wodin liest am Mittwoch, den 05. Februar um 19.00 Uhr

in der Alten Synagoge, Mendener Str. 35, 59755 Arnsberg aus ihrem Buch

„Irgendwo in diesem Dunkel“, in dem sie die Lebensgeschichte ihres Vaters zu ergründen sucht.

Astrid Breuer, freischaffende Künstlerin, deren Projekt ‚Opfer der Möhnewiesen‘ mit dem Jugendkulturpreis 2018 ausgezeichnet wurde,

wird einführende Worte zu der Lesung sprechen.

 

(c) Rowohlt 

 

In „Sie kam aus Mariupol“ , ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, hat Natascha Wodin ihrer Mutter ein berührendes literarisches Denkmal gesetzt. Jetzt hat sie ein Buch folgen lassen, das an den Freitod der Mutter 1956 anschließt.

Die Geschichte eines Mädchens, das als Tochter ehemaliger Zwangsarbeiter im Nachkriegsdeutschland lebt – misstrauisch beäugt und gemieden von den Deutschen, voller Sehnsucht, endlich ein Teil von ihnen zu sein – wird aus dem Rückblick erzählt, ausgehend vom Tod des Vaters in einem deutschen Altenheim. Sein Leben, das noch in der russischen Zarenzeit begonnen hat und fast das gesamte 20. Jahrhundert überspannt, ist für die Tochter immer ein Geheimnis geblieben. Irgendwo in diesem Dunkel, hinter all dem Schweigen, sucht sie den Schlüssel zum Verstehen.

(c) Rowohlt

Natascha Wodin wurde 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DP-Lagern, dann nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. Ihr literarisches Werk (Die gläserne Stadt, Die Ehe, Nachtgeschwister, u.a.) wurde vielfach ausgezeichnet.

Eine besondere Lesung – in dem Jahr, in dem sich das Kriegsende zum 75. mal jährt.

Wann: Mittwoch, 05. Februar 2020

Uhrzeit: 19.00 Uhr

Wo: Alte Synagoge, Mendener Str. 35

Eintritt: 12,- Euro / Mitglieder 10,- Euro

Karten sind ab sofort in der Stadtbibliothek  an den Standorten Arnsberg, Neheim und Hüsten erhältlich.